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Markt10. September 2026

UK-Oberhaus erzwingt Krypto-Strategie gegen Regierungswiderstand

Das britische House of Lords hat mit 194 zu 138 Stimmen eine Änderung des Financial Services and Markets Bill verabschiedet, die die Regierung zur Entwicklung einer umfassenden Digital-Asset-Strategie verpflichtet. Die Labour-Regierung lehnte die Maßnahme ab, während Krypto-Verbände die Entscheidung begrüßten.

Das Unterhaus-Amendments 88 der konservativen Baronin Neville-Rolfe zwingt das britische Finanzministerium, innerhalb von 12 Monaten nach Verabschiedung des Gesetzes eine Digital-Asset-Strategie zu erarbeiten und zu veröffentlichen. Die Strategie soll Kryptowährungen, Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere abdecken und dabei Innovation, Verbraucherschutz sowie Bankenzugang klären.

Das Abstimmungsergebnis folgt monatelangen Debatten über Großbritanniens Umgang mit digitalen Vermögenswerten. Die Labour-Regierung argumentierte, dass das Amendment nicht ausreichend auf die rasante Entwicklung eingehe und einen kohärenteren Regulierungsrahmen benötige. Das Finanzministerium hatte zuvor erklärt, bereits über eine Digital-Asset-Strategie zu verfügen.

Der UK Cryptoasset Business Council, der an der Gestaltung des Amendments beteiligt war, begrüßte die Abstimmung. Der Rat betont die grundsätzliche Frage, ob Großbritannien digitale Vermögenswerte nur reguliert oder eine ganze Wirtschaftssparte aufbaut. Das Bill muss nun ins Unterhaus zurück, wo es angenommen, geändert oder abgelehnt werden kann.

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