Südostasiens Kryptosektor verzeichnet explosive Wachstum mit verdoppelten Investitionen auf 680 Millionen Dollar im Jahr 2026. Singapur etabliert sich als dominante Blockchain-Drehscheibe Asiens und zieht führende Exchanges wie Gemini an.
Die südostasiatische Kryptoindustrie erlebt einen beispiellosen Aufschwung: Die Investitionen verdoppelten sich zwischen 2025 und 2026 auf insgesamt 680 Millionen Dollar bei 25 Finanzierungsrunden. Allerdings konzentriert sich das Kapital auf weniger Unternehmen als im Vorjahr – 2025 verzeichnete die Region noch 46 Funding-Runden mit nur 319 Millionen Dollar. Dieser Trend deutet auf eine Konsolidierung des Marktes hin.
Singapur hat sich als führender Blockchain-Hub Asiens etabliert und beheimatet 2.285 der insgesamt 3.957 regionalen Blockchain-Unternehmen. Die Stadt-Staat hat zudem 82,5 Prozent aller regionalen Blockchain-Finanzierungen auf sich vereinigt. Die Regulatorische Klarheit zahlt sich aus: Die Crypto Exchange Gemini erhielt die Major Payment Institution (MPI)-Lizenz der Monetary Authority of Singapore, während der Stablecoin-Anbieter Circle die singapurische Zahlungsplattform Tazapay für 400 Millionen Dollar akquirierte.
Südkorea treibt die Tokenisierung von Wertpapieren voran und führte eine dreiphasige Roadmap zur Infrastrukturentwicklung ein. Ab Februar 2027 werden tokenisierte Wertpapiere legal anerkannt, zunächst für institutionelle Geldmarktfonds, Anleihen und Bruchteile von Anlagegesellschaften. In späteren Phasen sollen alle öffentlich angebotenen Wertpapiere und On-Chain-Zahlungen folgen.