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Ethereum24. Juli 2026

Krypto-Branche unterstützt CLARITY Act trotz Ethik-Streit

Die Krypto-Industrie setzt auf den CLARITY Act als bedeutsamste Regulierung, doch Demokraten kritisieren die Ethik-Bestimmungen als unzureichend. Die Verabschiedung vor der Augustpause des Senats ist ungewiss.

Der CLARITY Act könnte zum wichtigsten Regelwerk für die Kryptoindustrie in den USA werden, benötigt aber 60 Stimmen im Senat. Während Republikaner den Gesetzentwurf mit Ethik-Klauseln vorlegten, die Beamten vom Herausgeben von Kryptowährungen abhalten sollen, kritisieren Demokraten diese Maßnahmen als unzureichend gegen Korruption. Senator Ruben Gallego bezeichnete die eingereichten Ethik-Bestimmungen als nicht ernsthaft und warf den Republikanern vor, monatelange Zusammenarbeit ignoriert zu haben.

Die Krypto-Branche selbst befürwortet den Act nachdrücklich. Coinbase-CEO Brian Armstrong argumentiert, dass ein bundesweit einheitlicher Rahmen notwendig ist, um Verbraucher zu schützen und Skandale wie den FTX-Zusammenbruch zu verhindern. Ohne Regulierung seien Krypto-Aktivitäten in die USA abgewandert. Der Chief Legal Officer der DeFi-Plattform 1inch betont, dass CLARITY dezentralisierte Protokolle angemessen regulieren würde, statt sie in das Custodial-Modell des traditionellen Finanzwesens zu zwingen.

Kritisch ist der zeitliche Druck: Sollte der Senat vor der Augustpause nicht abstimmen, verschiebt sich eine Verabschiedung auf die Wochen vor den Midterms 2026, was die Diskussionen erheblich verkomplizieren könnte. Eine Prognose-Plattform gibt dem Gesetzentwurf derzeit eine 40-prozentige Erfolgschance bis zur Auszeit des Senats.

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