Der US-Senat hat am Dienstag gegen den CLARITY Act gestimmt, der klare Regelungen für den digitalen Vermögensmarkt schaffen sollte. Die Nachricht führte zu deutlichen Kursverlusten bei Krypto-Unternehmen wie Coinbase, das 9,9% an Wert verlor.
Der CLARITY Act hätte erstmals klare Zuständigkeiten zwischen der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und der Securities and Exchange Commission (SEC) im Krypto-Sektor festgelegt. Die erforderlichen 60 Stimmen für die Abstimmung wurden jedoch nicht erreicht. Mit weniger als 36 verbleibenden Legislativtagen vor der Wahl im November ist eine Verabschiedung dieses Jahr nun unwahrscheinlich.
Die Nachricht des gescheiterten Abstimmung wirkte sich unmittelbar auf die Kurse aus: Coinbase-Anteile fielen um 9,9%, und Bitcoin rutschte kurzzeitig unter die 75.000-Dollar-Marke, erholte sich jedoch auf rund 76.000 Dollar. Coinbase-CEO Brian Armstrong hatte sich intensiv für das Gesetz eingesetzt und im August sogar vorhergesagt, dass bis zum 15. September entweder 60+ Senatsstimmen oder neue Regulierungen folgen würden.
Nach der gescheiterten Abstimmung äußerten sich Branchenvertreter unterschiedlich zur fehlenden Clarity. Während Armstrong die Senatoren noch zur Unterstützung aufforderte und an die "Krypto-Wähler" appellierte, nahm Michael Saylor von MicroStrategy eine provokativere Position ein und erklärte, dass Bitcoin die einzige nötige Klarheit sei.