Der gescheiterte CLARITY Act im US-Senat zwingt die Krypto-Branche, ihre Hoffnungen auf administrative Regelungen der SEC und CFTC zu richten. Führende Industrie-Vertreter warnen jedoch vor anhaltender Rechtsunsicherheit und budgetplanerischen Herausforderungen für 2027.
Der CLARITY Act, ein zentrales Regulierungsvorhaben für die Krypto-Industrie, scheiterte am Dienstag an einer gescheiterten Cloture-Abstimmung im US-Senat. Als Reaktion signalisierte SEC-Chair Paul Atkins auf dem Solana Policy Institute Summit, dass die Behörde unabhängig von legislativer Unterstützung klarere Krypto-Regeln erlassen wird. Ripple-CEO Brad Garlinghouse äußerte sich optimistisch über die künftige Zusammenarbeit mit SEC und CFTC bei der Regelentwicklung.
Allerdings warnen Branchenführer vor den Grenzen dieser behördlichen Lösung. NEAR-Justiziar Abhishek Vaidyanathan kritisiert, dass Unternehmen weiterhin von Fall-zu-Fall-Entscheidungen abhängig bleiben und bei der Budgetplanung 2027 mit Verzögerungen rechnen müssen. Bitget-Wallet COO Alvin Kan betont, dass die Unsicherheit über die Anwendung von Wertpapier-, Rohstoff- und Geldtransferregeln fortbesteht.
Senator Thom Tillis kündigte an, eine neue Cloture-Abstimmung einzubringen, wodurch der Prozess neu beginnen könnte. Während einige Vertreter wie 1inch-Justiziar Orest Gavryliak an ein Vorankommen glauben, hält Vaidyanathan den nächsten Kongress für wahrscheinlicher als Zeitpunkt für substantielle Veränderungen. Polymarket-Quoten zeigen mit nur 5% Wahrscheinlichkeit wenig Optimismus für die Unterzeichnung des CLARITY Acts bis 2026.