Nach dem Scheitern des Clarity Act im US-Senat wurden innerhalb von 24 Stunden Krypto-Futures im Wert von 571 Millionen Dollar liquidiert. Bitcoin und Ether erlitten dabei die größten Verluste mit je etwa 190 Millionen Dollar.
Der Clarity Act scheiterte an der 60-Stimmen-Hürde im Senat mit einem Votum von 49:50. Vorausgegangen war ein starker Kursanstieg, nachdem Berichte aufkamen, dass Präsident Trump Zugeständnisse bei den Ethik-Bestimmungen machen könnte. Bitcoin war daraufhin von etwa 77.000 Dollar am Montag auf knapp 80.000 Dollar angestiegen, da Anleger auf eine Verabschiedung des Gesetzes spekuliert hatten.
Die Liquidationen ereigneten sich, als bekannt wurde, dass die Demokraten ihre Position hielten und das Gesetz scheitern würde. Die erzwungenen Schließungen von Long-Positionen waren mit 571 Millionen Dollar die höchsten seit dem 22. August. Neben Bitcoin und Ether erlitten auch XRP-Long-Positionen Verluste von etwa 30 Millionen Dollar, während Solana-Longs etwa 22 Millionen Dollar verloren.
Obwohl die Liquidationen die Marktvolatilität kurzfristig erhöht haben, bleibt die Lage derzeit stabil. Bitcoin notiert weiterhin in seiner üblichen Handelsspanne bei etwa 75.700 Dollar. Der regulatorische Fokus verlagert sich nun auf die Executive Branch, die US-Rohstoffhandelskommission (CFTC) und die Securities and Exchange Commission (SEC), die unabhängig eigene Regelwerke vorantreiben können.