Die von Coinbase unterstützte Advocacy-Group "Stand With Crypto" kündigte Konsequenzen für Senatoren an, nachdem der US-Senat den Clarity Act in einer Abstimmung nicht vorangebracht hat. Die Gruppe will die Abstimmungsergebnisse bei der Bewertung von Politikern vor den Midterms berücksichtigen und ihre drei Millionen Unterstützer weiter mobilisieren.
Der US-Senat ist am Dienstag gescheitert, den Clarity Act in einer Verfahrensabstimmung voranzubringen. Die Maßnahme hätte bundesweit einheitliche Regeln für digitale Vermögenswerte schaffen und die Aufsicht zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aufteilen sollen. Für die Vorlage waren 60 Stimmen erforderlich, diese Mehrheit konnte nicht erreicht werden.
Stand With Crypto kündigte an, die Abstimmungsergebnisse in ihre öffentlichen Bewertungen von Politikern aufzunehmen und diese bei den anstehenden Wahlen gegen nicht unterstützende Senatoren einzusetzen. Geschäftsführer Mason Lynaugh sprach von einem "Versagen der Führungsebene" und betonte, dass 67 Millionen Krypto-Besitzer in Amerika auf grundlegende regulatorische Klarheit warten. Die Gruppe versprach, ihre Unterstützer weiter zu mobilisieren.
Das Scheitern folgte auf Unstimmigkeiten zwischen Demokraten und Republikanern über Ethikbestimmungen, Schutzmaßnahmen für Softwareentwickler und die Aufsicht von Krypto-Handelsunternehmen. Auch Bankenverbände setzten sich gegen den Clarity Act ein und forderten strengere Limits bei Stablecoin-Rewards, um Bankeinlagen nicht zu gefährden. Stand With Crypto hatte seine Anhänger intensiv mobilisiert und verzeichnete im August knapp 50.000 Anrufe und E-Mails an den Kongress.