StartseiteNewsCLARITY Act: 60 Stimmen entscheiden über Krypto-Regulierung in den USA
Markt09. September 2026

CLARITY Act: 60 Stimmen entscheiden über Krypto-Regulierung in den USA

Am 15. September stimmt der US-Senat über die Debatte zum CLARITY Act ab. Ripple mobilisiert Krypto-Halter als Lobbyisten und verweist auf 67 Millionen betroffene Amerikaner – die Abstimmung gilt als knapp.

Der CLARITY Act soll erstmals einen bundesweiten Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Die geplante Aufteilung zwischen SEC und CFTC würde letzterer die ausschließliche Kontrolle über Spotmärkte von Krypto-Rohstoffen übertragen – eine historisch beispiellose Ausweitung ihrer Befugnisse. Der Entwurf passierte den Senats-Bankingausschuss im Mai und wurde im Juli aktualisiert.

Die entscheidende Abstimmung am 15. September ist jedoch nur eine sogenannte Cloture-Abstimmung: Sie entscheidet lediglich, ob der Senat überhaupt in die Debatte eintritt. Dafür sind mindestens 60 Stimmen erforderlich. Mit sieben ablehnenden demokratischen Senatoren bleibt die Abstimmung prekär – Ripple-Justiziar Stuart Alderoty spricht daher gezielt mit unentschlossenen Senatsbüros.

Ripple argumentiert mit konkreten Zahlen: 67 Millionen US-Amerikaner halten Kryptowerte, 232.000 Menschen arbeiten in krypto-nahen Branchen, und die Wirtschaftsaktivität beläuft sich auf 55 Milliarden Dollar. Alderoty präsentiert bewusst diverse Halter – Lehrer, Pflegekräfte, Veteranen – statt des Klischees der „Crypto Boys". Die Marktreaktion fällt bislang verhalten aus: XRP notiert bei etwa 1,44 Dollar, doch XRP-ETFs verzeichnen bereits Zuflüsse.

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