Eine Studie des Blockchain-Intelligence-Unternehmens TRM Labs zeigt, dass KI-Agenten bei Zahlungen auf Coinbases x402-Protokoll eine deutlich geringere Rolle spielen als angenommen. Von den untersuchten 52,7 Millionen Dollar stammen nur 0,6 bis 7,5 Prozent tatsächlich von AI-Agenten – die meisten Transaktionen lassen sich nicht eindeutig von automatisierten Scripts unterscheiden.
TRM Labs analysierte 198,9 Millionen Transaktionen im Wert von 52,7 Millionen Dollar auf Basis, Solana und Polygon seit Mai 2025. Nach Ausschluss von Selbstzahlungen und anomalen Geldflüssen blieben 25,62 Millionen Dollar an wahrscheinlichem Handelsvolumen übrig. Das zentrale Problem: Viele automatisierte Prozesse wie geplante Jobs, Lasttests oder Scripts hinterlassen dieselben Blockchain-Spuren wie echte KI-Agenten und lassen sich daher nicht sauber trennen.
TRM Labs entwickelte Screening-Kriterien, um echte Agenten zu identifizieren – etwa die Nutzung mehrerer Services mit unterschiedlichen Zahlungsbeträgen. Allerdings warnt die Studie selbst vor Fehlern: Viele echte KI-Agenten könnten als Scripts eingestuft werden, wenn sie wiederholt denselben Service nutzen. Über den gesamten Zeitraum entfielen 99,6 Prozent aller Zahlungen auf den Stablecoin USDC.
Trotz der bescheidenen aktuellen Nutzung investieren Tech-Konzerne weiter massiv in Agent-Payment-Infrastruktur. Binance startete im August ein Agent OS mit x402-Integration, Coinbase fördert entsprechende Startups mit einem 1-Million-Dollar-Accelerator, und Amazon kündigte AgentCore Payments an. Die fehlende Regulierung und freiwillige On-Chain-Registrierung von Agenten bleiben allerdings offene Fragen für die Zukunft.