Robinhood-Chef Vlad Tenev argumentiert, dass Unternehmen nicht automatisch ein Vetorecht über tokenisierte Aktienprodukte haben sollten. Dies komme nur dann in Betracht, wenn die Tokenisierung die Aktionärsrechte oder Unternehmensverpflichtungen verändert.
Vlad Tenev hat sich in einem X-Post zur Frage der Zustimmungspflicht von Emittenten zu tokenisierten Produkten geäußert. Nach seiner Ansicht sollten Unternehmen nur dann einbezogen werden, wenn ein tokenisiertes Produkt die mit den Anteilen verbundenen Rechte verändert oder neue Verpflichtungen für das Unternehmen oder seinen Transferagenten schafft. In allen anderen Fällen sei eine Zustimmung des Emittenten nicht erforderlich.
Der Robinhood-CEO verweist darauf, dass Robinhood Stock Tokens über eine Drittanbieterstruktur funktionieren, bei der separat ausgegebene Instrumente zu 100 Prozent durch zugrundeliegende Aktien gedeckt sind. Diese Produkte ermöglichen wirtschaftliche Partizipation an Aktien und ETFs, ohne die Kapitalstruktur des Unternehmens oder die mit seinen Anteilen verbundenen Rechte zu verändern.
Die Aussagen folgen auf Kritik des AMC-Vorstandsvorsitzenden Adam Aron, der Robinhoods tokenisierte Aktienprodukte am 4. September scharf angegriffen hatte. Aron betonte, dass AMC keine Verbindung zu diesen Produkten habe und seine Rechtsberater diese überprüfen lassen werde. Tenev konterte mit dem Argument: „Die Blockchain-Technologie sollte dem Emittenten kein Veto einräumen, das er im traditionellen Finanzwesen nie hatte."