Die US-Behörden haben ein Importverbot für ausländische „fortgeschrittene Robotergeräte" erlassen, das auch Staubsaugerroboter wie Roombas umfasst. Die Regelung soll Cybersicherheitsrisiken und Schwachstellen in der Lieferkette abwehren.
Die Federal Communications Commission (FCC) hat diese Woche ausländisch gefertigte Robotergeräte und vernetzte Stromrichter auf ihre sogenannte „Covered List" gesetzt. Dies folgt einer Bewertung von US-amerikanischen Sicherheitsbehörden, die in diesen Produkten unakzeptable Sicherheitsrisiken für kritische Infrastrukturen und die öffentliche Sicherheit sehen. Das Verbot zielt insbesondere auf Produkte aus China ab.
Die FCC-Definition für „fortgeschrittene Robotergeräte" ist deutlich breiter als zunächst gedacht: Sie erfasst grundsätzlich alle netzwerkfähigen Roboter mit einem Gewicht von über 2 Kilogramm, die ihre Umgebung erfassen können. Darunter fallen neben Staubsaugerrobotern auch Rasenmäher-Roboter und Lieferdrohnen. Begründet wird das Verbot damit, dass vernetzte Roboter sensitive Daten sammeln, zur Überwachung missbraucht oder ferngesteuert werden könnten.
Die Restrictions betreffen ausschließlich neue Modelle, die künftig eine FCC-Genehmigung benötigen. Bereits zugelassene und im Umlauf befindliche Geräte sind nicht betroffen, sodass Verbraucher ihre vorhandenen Roboter weiterhin nutzen können.