StartseiteNewsKrypto-Insider-Trading: US-Soldat vor Gericht – Prediction Markets in der Kritik
Regulierung01. August 2026

Krypto-Insider-Trading: US-Soldat vor Gericht – Prediction Markets in der Kritik

Ein US-Soldat wird angeklagt, mit Insiderwissen auf Polymarket über 400.000 Dollar verdient zu haben. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen zur rechtlichen Regulierung von Prediction Markets auf und könnte erhebliche Konsequenzen für Regierungsbeamte haben.

Der Soldat Ken Van Dyke soll Insiderinformationen über die geplante Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro genutzt haben, um auf der Prediction-Market-Plattform Polymarket zu wetten. Laut US-Justizministerium war er an der militärischen Operation beteiligt und platzierte Wetten, bevor die Öffentlichkeit von dem Einsatz erfuhr. Die Anklage wurde im April erhoben.

Van Dykes Anwälte argumentieren nun, dass die Commodity Exchange Act (CEA) – Grundlage der Anklage – zu unklar sei. Konkret bestreiten sie, dass Event-Contracts als „Swaps" einzuordnen sind, wie die Aufsichtsbehörde CFTC behauptet. Die Verteidiger stellen in Frage, ob normale Bürger überhaupt faire Kenntnis davon haben können, dass Prediction-Market-Wetten unter die CEA fallen – ein starkes rechtliches Argument gegen die Anklage.

Der Fall hat Signalwirkung über Van Dyke hinaus: Auch Trumps Teleprompter-Operator soll über 100.000 Dollar mit Kalshi-Contracts verdient haben. Ein möglicher Prozess ist erst für 2026/2027 geplant und könnte die künftige Regulierung von Prediction Markets in den USA grundlegend prägen.

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