Die US-Börsenaufsicht SEC wird im September über die Einführung von 24-Stunden-Aktienhandel diskutieren. Börsen wie Nasdaq und Cboe bereiten sich bereits auf längere Handelszeiten vor, um mit Kryptobörsen und internationalen Märkten gleichzuziehen.
Die SEC veranstaltet am 17. September einen öffentlichen Diskussionstisch in Washington, um die Ausweitung des US-Aktienhandels auf rund um die Uhr zu erörtern. SEC-Vorsitzender Paul Atkins betont damit einen Paradigmenwechsel: „Wir bewegen uns auf einen neuen Tag – und eine neue Nacht – an den US-Aktienmärkten zu." Das Gespräch soll die technischen und operativen Herausforderungen eines 24-Stunden-Marktes klären.
Mehrere große Börsen arbeiten bereits an der Umsetzung. Nasdaq kündigte im März an, ab der zweiten Jahreshälfte 2026 24-Stunden-Handel fünf Tage die Woche anzubieten – vorbehaltlich behördlicher Genehmigung. Auch die Cboe und die Londoner Börse planen oder bauen ähnliche Modelle auf. Die London Stock Exchange will beispielsweise Anfang 2027 einen nächtlichen Handelsplatz starten.
Der Trend folgt dem Vorbild von Kryptobörsen, die Retail-Investoren bereits seit Jahren rund um die Uhr Handelsmöglichkeiten bieten. Durch längere Handelszeiten können US-Aktienmärkte mit kontinuierlich handelnden globalen Märkten konkurrieren und ihr Angebot modernisieren.