Das Blockchain-Projekt Movement Labs hat Insolvenz nach Chapter 11 angemeldet. Der Zusammenbruch folgt auf Turbulenzen rund um den MOVE-Token und einen umstrittenen Market-Making-Deal, der massive Kursverluste auslöste.
Movement Labs reichte nach monatelangen Turbulenzen rund um seinen MOVE-Token Insolvenzantrag ein. Der Auslöser war eine kontroverse Market-Making-Vereinbarung, bei der das Unternehmen Web3Port 66 Millionen MOVE-Token (etwa 5% der Gesamtmenge) zur Verfügung stellte. Co-Founder Rushi Manche wurde im Mai 2025 suspendiert, nachdem er diesen Deal vermittelt hatte.
Die Market-Making-Vereinbarung erwies sich als verheerend für den Token-Kurs. Web3Port verkaufte die erhaltenen Token später und erzeugte damit einen Verkaufsdruck von schätzungsweise 38 Millionen Dollar. Dies führte zu unabhängigen Untersuchungen und beschädigte das Vertrauen der Community nachhaltig. Im selben Monat suspendierte Coinbase den MOVE-Handel, nachdem der Token die Listing-Standards nicht mehr erfüllte.
Der MOVE-Token hat sich seitdem nie erholt. Im Verlauf eines Jahres fiel der Kurs um über 94% und notiert mittlerweile bei etwa 0,01 Dollar. Die Insolvenzanmeldung ist das Endresultat dieser Entwicklung und unterstreicht die Risiken bei unzureichend strukturierten Token-Launches und Market-Making-Modellen in der Krypto-Industrie.