Das Fintech-Startup Augustus hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 180 Millionen Dollar eingesammelt und wird damit mit einer Milliarde Dollar bewertet. Das Unternehmen baut eine föderativ lizenzierte Bank, die traditionelle Zahlungssysteme mit Blockchain-Infrastruktur verbindet.
Augustus hat sich zum Ziel gesetzt, die internationale Dollarverteilung zu modernisieren. Das Startup entwickelt eine chartered "Global Dollar Bank", die Correspondent Banking – also Geldtransfers zwischen Finanzinstituten über Grenzen hinweg – über APIs ermöglicht. Statt eigene Stablecoins auszugeben, integriert Augustus Dollar-gebundene Tokens direkt in ein lizenziertes Bankensystem ein.
Die Finanzierungsrunde wurde von Tiger Global angeführt und von Investoren wie den Gründern von Nubank, Circle und Ramp unterstützt. Auch bekannte Krypto-Figuren wie Balaji Srinivasan beteiligten sich. Augustus erhielt bereits im Mai die bedingte Genehmigung der US-Finanzaufsicht (OCC) für eine nationale Bankenlizenz und zählt Kraken zu seinen Kunden.
Das Startup nutzt sein Kernsystem namens Marble, um Transaktionen rund um die Stunde abzuwickeln – sowohl über traditionelle Kanäle wie SWIFT und ACH als auch via Blockchain. Dies könnte das langsame, werktags begrenzte Correspondent-Banking-System modernisieren und Dollar-Stablecoins als standardisierte Finanzinfrastruktur etablieren.