Das chinesische Versicherungstech-Unternehmen Zhibao Technology will durch einen PIPE-Deal etwa 3.500 Bitcoin im Wert von rund 220 Millionen Dollar erwerben. Die Transaktion ist noch nicht bindend und sieht vor, dass der Käufer die Mehrheit im Vorstand übernimmt.
Zhibao Technology, ein an der Nasdaq notiertes Unternehmen aus Shanghai, hat eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnet, um rund 3.500 Bitcoin als Zahlungsmittel für eine Kapitalerhöhung zu erhalten. Der Deal mit dem Käufer Joyertech and Information OPC ist als Private Investment in Public Equity (PIPE) strukturiert – der Käufer zahlt Bitcoins statt Bargeld für neue Unternehmensanteile.
Die zeitliche Nähe zur Ankündigung wirft Fragen auf: Nur eine Woche vor der Bitcoin-Nachricht hatte Zhibao von der Nasdaq ein Mahnschreiben erhalten, da die Aktie unter einem Dollar gehandelt wurde. Nach der Ankündigung schoss der Kurs innerhalb von vier Stunden von 15 auf 40 Cent in die Höhe – ein Anstieg von über 100 Prozent. Der Anstieg war jedoch nicht nachhaltig und korrigierte sich schnell wieder.
Mit dem Deal geht allerdings ein strukturelles Risiko einher: Der Bitcoin-Käufer wird das Recht haben, die Mehrheit der Vorstandsmitglieder zu bestimmen und damit effektiv die Kontrolle über das Unternehmen zu übernehmen. Das aktuelle Management soll zwar weiterhin den Tagesbetrieb leiten, die Kontrollverhältnisse verschieben sich aber erheblich. Die Vereinbarung unterliegt noch mehreren Bedingungen wie Nasdaq-Genehmigung und behördlicher Überprüfung.