Während die sieben größten US-Tech-Konzerne am Donnerstag fast 800 Milliarden Dollar an Marktwert verloren, blieb Bitcoin mit einem Minus von unter 1 Prozent weitgehend verschont. Dies deutet auf eine mögliche erste Entkopplung zwischen Kryptowährungen und dem AI-Boom hin.
Bitcoin notierte am Freitagmorgen im asiatischen Handel stabil bei etwa 65.400 Dollar und zeigte damit bemerkenswerte Widerstandskraft gegenüber dem massiven Ausverkauf bei US-Technologieaktien. Die sogenannte Magnificent Seven – die sieben Megacap-Konzerne, die seit drei Jahren den US-Markt dominieren – verloren am Donnerstag 4,8 Prozent ihres Wertes. Der Ausverkauf wurde durch Bedenken über zu hohe Investitionen in KI-Infrastruktur ausgelöst: Alphabet kündigte Kapitalausgaben von bis zu 205 Milliarden Dollar an, während Tesla-Chef Elon Musk 2026 als „massives Investitionsjahr" beschrieb.
Im Gegensatz zu den Aktienmarktverlusten zeigten sich Kryptowährungen moderat betroffen. Während Ether um 3 Prozent fiel und andere große Coins zwischen 2 und 5 Prozent verloren, blieb Bitcoin praktisch stabil. Dies unterscheidet sich deutlich von der vergangenen Woche, in der Bitcoin eng an die Performance von Chip- und KI-Aktien gekoppelt war und deren Bewegungen fast vollständig nachvollzog.
Ob es sich um eine echte Entkopplung oder nur eine einmalige Ausnahme handelt, bleibt offen. Analysten warnen, dass Bitcoin-Miner sich zunehmend als KI-Datencenter-Betreiber positioniert haben, weshalb eine anhaltende Reduktion von KI-Investitionen mittelfristig auch die Kryptoindustrie erreichen könnte – möglicherweise nur mit zeitlicher Verzögerung.