Obwohl die USA einen Waffenstillstand mit dem Iran angekündigt haben, setzen Prognosemärkte auf dessen schnelles Scheitern. Die Wahrscheinlichkeit eines 14-tägigen kontinuierlichen Waffenstillstands ist auf Polymarket um 10 Prozentpunkte gefallen.
Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran hält derzeit bereits das dritte Tag an, nachdem 13 Nächte lang US-Luftangriffe stattgefunden hatten. Allerdings warnte Präsident Donald Trump, dass die USA zur „sehr starken militärischen Aktion" zurückkehren könnten, falls die Verhandlungen scheitern. Der Iran dementiert gleichzeitig, dass es direkte Verhandlungen auf höchster Ebene gibt, und behauptet, dass Vermittler nur Botschaften überbringen.
Prognose- und Wettmärkte sind deutlich skeptisch: Der Polymarket-Kontrakt für einen ununterbrochenen 14-Tage-Zeitraum ohne US-Luftschläge oder Raketeneinschläge auf iranisches Territorium fiel innerhalb eines Tages von über 60 Prozent auf etwa 53 Prozent. Das bedeutet, dass die Märkte eine 50-50-Chance bewerten, dass die USA ihren militärischen Willen nicht für zwei volle Wochen zügeln können.
Dieses Szenario hat historische Parallelen: Ein Waffenstillstand im April führte zwar zu gestiegenen Bitcoin- und Ölpreisen, wurde aber von Analysten als „fragiler Puffer" bezeichnet. Wenige Tage später zweifelten Prognosemärkte bereits daran, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus normalisiert würde, da Schiffe weiterhin umdrehten.