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Markt29. Juli 2026

Südkorea plant Stablecoin-Regulierung und debattiert Krypto-Steuer

Südkoreas Finanzaufsicht arbeitet an einem umfassenden Regelwerk für Stablecoins und Kryptobörsen, während Oppositionspolitiker die ab 2027 geplante Kryptosteuer abschaffen wollen. Der Streit zwischen Regierung und Opposition prägt die weitere Entwicklung des südkoreanischen Krypto-Marktes.

Die südkoreanische Finanzaufsicht (FSC) plant gemeinsam mit der regierenden Demokratischen Partei ein konsolidiertes Digitalanlage-Grundgesetz, das erstmals eine einheitliche Grundlage für die Kryptoregulierung schaffen soll. Der Gesetzesentwurf soll Regelungen zu Stablecoin-Emission und -Umlauf, Anforderungen für digitale Vermögenswerte, Zulassungsvorschriften für Börsen sowie Compliance- und Sicherheitsstandards enthalten. Bislang liegen zehn separate Gesetzesentwürfe im Parlament vor, die Einigung ist jedoch blockiert.

Umstritten bleiben zentrale Fragen: Ob Won-denominierte Stablecoins mehrheitlich von Banken ausgegeben werden müssen und welche Eigentumsquoten für große Kryptobörsen gelten sollen. Die FSC hat noch nicht festgelegt, wann und wie der konsolidierte Entwurf eingebracht wird.

Parallel brachte die Opposition einen Gesetzesentwurf ein, der die ab Januar 2027 geplante Kryptosteuer abschaffen soll. Diese sieht eine Besteuerung von Kryptoerträgen ab 2,5 Millionen Won (etwa 1.700 Dollar) mit 20 Prozent plus 2 Prozent Kommunalsteuer vor. Die Oppositionsparteien argumentieren, dass eine Besteuerung von Kryptos ungerecht sei, während Börsengewinne für Privatanleger weiterhin verschont bleiben. Regierung und regierende Partei halten an der Steuerimplementierung fest.

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