Ein Physiklehrer aus Kansas wurde verhaftet, nachdem er bei einer öffentlichen Anhörung gegen ein geplantes AI-Datenzentrum applaudierte. Der Vorfall zeigt die wachsende Gegenbewegung gegen die Expansion von Rechenzentren in den USA.
Lux Claridge, Physiklehrer an der Emporia High School in Kansas, wurde handschellen angelegt und aus einer Stadtratssitzung entfernt, nachdem er mehrfach applaudierte, um Kritiker eines geplanten 1.000-Hektar-großen AI-Datenzentrums zu unterstützen. Die Stadt Emporia hatte die Teilnehmer zuvor gewarnt, dass Applaus, Schnalzen und andere Demonstrationen als Störungen betrachtet würden. Nach einer finalen Verwarnung führte die Polizei Claridge ab, der sich nun bereit erklärte, vor Gericht gegen die Anklage vorzugehen.
Die Gegner von AI-Datencentern bringen bundesweit wachsende Bedenken vor: Sie kritisieren den hohen Stromverbrauch, Wassernutzung, Lärmbelastung und fragwürdige Steuervergünstigungen. Im April 2026 verabschiedete Maine sogar Gesetze zur vorübergehenden Baustopp-Regelung, während Dezember Proteste in 42 US-Bundesstaaten stattfanden. Organisatoren fordern mehr Transparenz, stärkere Ressourcenschutzmaßnahmen und Entwickler-Accountability.
Trotz der öffentlichen Opposition genehmigte die Emporia City Commission die erforderlichen Zonenänderungen für das Projekt. Der Fall unterstreicht die zunehmen Spannungen zwischen der AI-Industrie und lokalen Gemeinschaften, die die Auswirkungen auf Infrastruktur und Umweltressourcen fürchten.