Griechenland führt eine 10-prozentige Kapitalertragsteuer auf Kryptowährungsgewinne ein und bietet einen Freibetrag von 500 Euro. Damit gehört das Land zu den Ländern mit den niedrigsten Steuersätzen auf Krypto-Einkünfte in der Europäischen Union.
Die griechische Regierung plant die Besteuerung von Kryptowährungsgewinnen neu zu regeln. Der aktuelle Entwurf sieht einen einheitlichen Steuersatz von 10 Prozent vor, wobei Gewinne bis 500 Euro steuerfrei bleiben. Damit möchte Griechenland ein attraktiveres Umfeld für Krypto-Investoren schaffen und gleichzeitig Steuereinnahmen sichern.
Im europäischen Vergleich liegt Griechenland mit diesem Satz deutlich unter vielen anderen EU-Mitgliedstaaten. Länder wie Deutschland, Österreich oder Frankreich erheben teilweise erheblich höhere Steuersätze auf Kapitalerträge aus Kryptowährungen. Griechenlands Ansatz könnte das Land damit als attraktiven Standort für Crypto-Investoren positionieren.
Die geplante Regelung ist Teil der breiteren europäischen Diskussion über die angemessene Besteuerung von Kryptowährungen. Während die EU-Kommission einheitliche Standards anstrebt, behalten die Mitgliedstaaten bislang Spielraum bei der Festlegung ihrer nationalen Steuersätze. Griechenlands moderater Ansatz zeigt, wie unterschiedlich die Strategien in Europa ausfallen können.