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Regulierung08. Oktober 2026

FinCEN kippt Krypto-Meldepflicht nach fast sechs Jahren

Die US-Finanzbehörde FinCEN hat am 5. Oktober 2026 zwei Regelungsentwürfe zur Überwachung privater Krypto-Wallets formell zurückgezogen. Die Entscheidung beendet eine jahrelange Unsicherheit für US-Banken und internationale Kryptobörsen und ist Teil der Deregulierungsagenda der Trump-Regierung.

Der ursprüngliche Wallet-Entwurf stammte aus Dezember 2020 und hätte Banken sowie Kryptobörsen verpflichtet, Transfers über 10.000 US-Dollar an selbstverwahrte Wallets zu melden. Parallel sollten Finanzinstitute Informationen zu Kunden und den Wallet-Adressen des Gegenübers sammeln. Der Vorschlag rief tausende öffentliche Stellungnahmen hervor, kam aber in den folgenden sechs Jahren nie zur Umsetzung.

Zusammen mit dem Wallet-Entwurf zieht FinCEN auch einen zweiten Vorschlag aus 2023 zurück, der Crypto-Mixing als primäre Geldwäschebedrohung hätte einstufen sollen. Damit wäre der Regierung die Grundlage geschaffen worden, zusätzliche Meldepflichten für Finanzinstitute zu verhängen. FinCEN begründet beide Rücknahmen mit der Deregulierungsagenda der aktuellen Regierung und dem Ziel, Regeln für digitale Assets gezielter auszugestalten.

Für US-amerikanische Banken und global tätige Kryptobörsen bedeutet die Entscheidung das Ende der Unsicherheit über mögliche Compliance-Anforderungen. Die bestehenden Meldepflichten nach dem Bank Secrecy Act bleiben unverändert – zurückgezogen wurden nur die beiden Entwürfe.

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