Ein BMF-Entwurf sieht vor, dass Krypto-Anleger ohne Kaufnachweise mit 50 Prozent des Verkaufserlöses als Steuerbemessungsgrundlage rechnen müssen. Dies könnte zu erheblichen Steuernachzahlungen führen, falls die Regelung beschlossen wird.
Für Kryptowährungen-Besitzer wird die Dokumentation von Kauftransaktionen zunehmend entscheidend. Der aktuelle Entwurf des Bundesfinanzministeriums (BMF) sieht vor, dass fehlende Kaufbelege zu einer pauschalen Anrechnung von 50 Prozent des Verkaufserlöses als Gewinn führen können. Dies hätte zur Folge, dass Anleger selbst bei minimalen tatsächlichen Gewinnen mit deutlich höheren Steuerzahlungen belastet würden.
Die Regelung ist noch nicht final beschlossen, befindet sich aber in der Diskussionsphase. Krypto-Anleger sollten daher bereits jetzt ihre Transaktionshistorien überprüfen und fehlende Belege so weit möglich rekonstruieren. Dies gilt insbesondere für ältere Käufe, bei denen Quittungen oder Kontoauszüge möglicherweise nicht mehr verfügbar sind.
Experten raten, alle zukünftigen Kryptotransaktionen vollständig zu dokumentieren – von der Börsenbestätigung bis zum Zeitpunkt des Verkaufs. Wer seine Kryptos über mehrere Plattformen verwaltet, sollte zudem eine zentrale Übersicht seiner Bestände und Transaktionen führen. Sollte die BMF-Regelung in Kraft treten, wird eine lückenlose Dokumentation zur steuerlichen Notwendigkeit.