Ein ehemaliger FBI-Agent soll nearly $1 Million in Kryptowährungen aus Ermittlungswallet gestohlen haben. Laut Anklage nutzte er ChatGPT, um sich bei der Geldanlage und Flucht nach Europa beraten zu lassen.
Patrick Steven Yaroch, ein ehemaliger FBI-Supervisory Special Agent mit Top-Secret-Sicherheitsfreigabe, wurde angeklagt, zwischen Anfang 2025 und Juli 2026 knapp eine Million Dollar in Kryptowährungen gestohlen zu haben. Laut Anklage verschaffte er sich Zugang zu FBI-Systemen, memorierte Recovery-Phrasen von Wallets aus Gegenspionage-Ermittlungen und transferierte die Mittel etwa zehnmal in eigene Konten. Die gestohlenen Bestände wuchsen schließlich auf etwa $1 Million an.
Bei Hausdurchsuchungen fanden Ermittler eine Trezor Hardware-Wallet und handschriftliche Seed Phrases. Außerdem entdeckten sie ein Kraken-Konto mit rund $188.570, davon etwa $166.000 in US-Dollar und knapp $18.000 in USDC sowie kleinere Bitcoin- und Krypto-Bestände. Die Behörden wiesen Yaroch darauf hin, dass sie portugiesische Vollmachtsdokumente gefunden hatten.
Besonders aufschlussreich sind mehrere ChatGPT-Konversationen auf Yarochs Telefon. Am 28. Mai fragte er, wie er $1 Million optimal anlegen könnte. Eine Woche später erkundigte er sich, wie er in die EU auswandern könnte, und suchte später nach Informationen über Visumsbestimmungen für die Türkei sowie Job- und Lebensmöglichkeiten in Griechenland. Die Ermittler fanden auch Belege für geplante Reisen nach Portugal und nicht gemeldete Auslandsaufenthalte, die als Fluchtpläne interpretiert wurden.