Die europäische Finanzaufsicht ESMA gibt Nutzern von nicht MiCA-konformen Stablecoins wie USDT drei Monate Zeit, ihre Bestände abzuwickeln. Bis zum 8. Januar 2027 müssen lizenzierte Kryptoplattformen den Handel mit diesen Tokens einstellen, Verkäufe und Auszahlungen bleiben aber erlaubt.
Die ESMA hat nationale Aufsichtsbehörden angewiesen, dass Kryptoplattformen ihre Dienste für nicht zugelassene Stablecoins beenden müssen. Kundenbestände sollen spätestens zum 8. Januar 2027 abgewickelt sein. Während der Übergangsfrist dürfen Plattformen noch Verkäufe, Umwandlungen, Abhebungen und Übertragungen ermöglichen – Neukäufe sind jedoch nicht mehr zulässig.
Besitzer von USDT, PayPal USD und anderen nicht-konformen Stablecoins sollten proaktiv handeln, statt die Frist abzuwarten. Sie können ihre Token verkaufen, in zugelassene Stablecoins oder andere Kryptowährungen umtauschen, auf ein eigenes Wallet auszahlen oder auf alternative Plattformen übertragen. Ein frühzeitiger Ausstieg vermeidet Zwangsverkäufe zu ungünstigen Konditionen.
Die ESMA rechtfertigt die Maßnahme damit, dass nicht zugelassene Stablecoins auf regulierten Plattformen eine Regelslücke darstellen. Während der Emittent den MiCA-Anforderungen zu Reserven und Governance unterliegen sollte, ermöglicht die bloße Verfügbarkeit auf lizenzierten Börsen Umgehungen dieser Standards. Da die Plattform-Regeln erst seit Juli 2026 vollständig gelten, wird nun eine konsistente Anwendung durchgesetzt.