Die neue Regulierung für gehebelte Kryptoderivate der US-Behörde CFTC könnte laut TD Cowen zu spät kommen, da der Wahlzyklus 2028 bereits Druck auf die politische Agenda ausübt. Die geplanten Regeln müssen sich gegen zeitliche und politische Hürden behaupten.
Die US-Regulierungsbehörde CFTC hat neue Vorschriften für gehebelte und margined Kryptoderivate vorgeschlagen. Allerdings warnt das Analysehaus TD Cowen vor erheblichen Verzögerungen bei der Umsetzung dieser Regelungen. Der Grund liegt in der zunehmenden politischen Polarisierung im Wahlzyklus, der 2028 seinen Höhepunkt erreicht.
Politische Prozesse in den USA erfahren in Wahljahren typischerweise eine Verlangsamung, da sich der Fokus von regulatorischen Fragen auf Kampagnen verlagert. Dies könnte dazu führen, dass die CFTC-Pläne in den kommenden Jahren nur stockend vorankommt oder ganz aus dem Blick gerät.
Für die Kryptoindustrie bedeutet dies einerseits Unsicherheit über künftige Standards im Derivatehandel. Andererseits könnte eine verzögerte Umsetzung kurzfristig weniger strikte Regeln ermöglichen, was einige Marktteilnehmer als Vorteil sehen könnten.