Laut ARK-Analyst Lorenzo Valente verschiebt sich das Handelsvolumen im Kryptomarkt massiv von Bitcoin und Altcoins zu tokenisierten Vermögenswerten wie Aktien und Rohstoffen. Auf der dezentralen Börse Hyperliquid entfallen bereits 75 Prozent des Volumens auf sogenannte Real-World Assets (RWAs), während Bitcoin nur noch 10 Prozent ausmacht.
Der Kryptomarkt befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung. Während klassische Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum erhebliche Kursverluste verzeichnen, wächst ein anderer Bereich rasant: der Handel mit Real-World Assets auf dezentralen Plattformen. Diese RWAs umfassen synthetisch abgebildete Aktien, Rohstoffe, Indizes und Devisen, die rund um die Uhr ohne klassische Handelszeiten gehandelt werden können.
Valente beschreibt diesen Trend als eine „seismische Verschiebung" innerhalb des Kryptomarktes. Seine Analyse der Hyperliquid-Daten zeigt: In der Woche vom 13. bis 19. Juli 2026 erreichten RWAs erstmals ein Wochenvolumen von über 25 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit alle anderen Handelskategorien zusammen. Die Blockchain-Technologie wird somit nicht länger primär für spekulativen Kryptohandel genutzt, sondern erschließt sich den wesentlich größeren traditionellen Finanzmarkt.
Dies bedeutet jedoch keine automatische Steigerung der Bitcoin- und Ethereum-Kurse. Valente argumentiert vielmehr, dass Kryptowährungen nur die erste Testanwendung für dezentrale Infrastruktur waren. Der eigentliche Bullenmarkt könnte nun in der Blockchain-Technologie selbst entstehen – angetrieben durch die Integration von Aktien, deren globales Marktvolumen auf etwa 65 Billionen US-Dollar geschätzt wird.