Eine neue koordinierte Angriffswelle auf Coldcard-Nutzer hat etwa 448,7 Bitcoin von über 700 Adressen gestohlen. Experte Alex Thorn von Galaxy warnt, dass betroffene Nutzer möglicherweise noch Zeit haben, ihre Vermögenswerte zu retten.
In den letzten Tagen wurden Coldcard-Benutzer erneut Ziel von koordinierten Diebstählen ihrer Bitcoin-Hardware-Wallets. Galaxy-Analyst Alex Thorn identifizierte in einem X-Post hunderte verdächtiger Transaktionen, die etwa 448,7 Bitcoin von 709 potenziellen Opfern betreffen. Die Transaktionsrate liegt etwa 45-mal über dem normalen Niveau und deutet auf systematische Angriffe hin.
Grund für die Schwachstelle ist ein bislang unbekannter Firmware-Fehler in Coldcard-Wallets, der dazu führte, dass Geräte Wallet-Seeds mit unzureichender Entropie generierten. Dies ermöglichte Angreifern, die privaten Schlüssel zu berechnen und auf die Bitcoins zuzugreifen. Bisherige Schätzungen deuten darauf hin, dass bereits über 90 Millionen Dollar gestohlen wurden.
Thorn weist jedoch auf eine mögliche Rettungschance hin: Einige Transaktionen des Angreifers befinden sich noch im Mempool und sind nicht bestätigt. Betroffene Nutzer könnten theoretisch mit einer höheren Gebühr eine konkurrierende Transaktion einreichen und ihre Bitcoins noch auf ein sicheres Wallet transferieren, bevor die Angreifer-Transaktion bestätigt wird.