Ein Sicherheitsleck in der Hardware-Wallet Coldcard führte zu Verlusten von etwa 1.367 Bitcoin. Parallel scheitern wichtige Regulierungsinitiativen im US-Senat an politischen Unstimmigkeiten über Ethik-Standards und Compliance-Anforderungen.
Die Coldcard-Hardware-Wallet wurde Anfang August Opfer eines massiven Exploits. Galaxy Research zufolge verursachten drei Angriffswellen geschätzte Verluste von 1.367 BTC (88,6 Millionen Dollar) auf 4.585 Adressen. Der Exploit nutzt eine Schwachstelle im Seed-Generierungsprozess von Coldcard aus – das Gerät verwendete keinen echten Zufallszahlengenerator. Experten wie Alex Thorn von Galaxy Digital warnten, dass die Anschläge noch andauerten und empfahlen Nutzern sofortige Maßnahmen.
Die politische Lage für Krypto-Regulierung bleibt angespannt. Präsident Trump verhandelt über eine überarbeitete Ethik-Klausel zum Clarity Act, die Interessenskonflikte bei Krypto-Investitionen von Politikern regeln soll. Strittig sind vor allem die Durchsetzungsmechanismen und Trumps eigene 1,4 Milliarden Dollar Gewinne aus Krypto-Transaktionen. Mit nur fünf Tagen verbleibender Zeit sinken die Chancen auf eine Abstimmung deutlich.
Zusätzlich liegen weitere Reformvorhaben auf Eis: Banken lehnen Renditen auf Stablecoins ab, und die Strafverfolgungsbehörden sind gespalten über die Auswirkungen des Blockchain Regulatory Certainty Act. Änderungsvorschläge zur besseren Geldwäsche-Bekämpfung gelten als aussichtslos. Auch wirtschaftlich zeigt sich die Krypto-Branche unter Druck – Coinbase meldete für Q2 einen Nettoverlust von 359 Millionen Dollar, deutlich schlimmer als erwartet.