Bitcoins einmonatige Volatilität befindet sich auf historisch niedrigem Niveau. Eine Analyse von Glassnode zeigt jedoch, dass diese Ruhe keine zuverlässige Prognose für die nächste Kursbewegung liefert – das Kaufsignal bleibt aus.
Bitcoin notiert derzeit bei rund 78.450 US-Dollar und kämpft damit unter Druck. Die Besonderheit: Die einmonatige realisierte Volatilität liegt auf einem historisch niedrigen Niveau. Das Datenanalyseunternehmen Glassnode untersuchte daher 13 Variablen, um zu verstehen, welche Faktoren diese geringe Preisschwankung erklären.
Die Analyse zeigt ein klares Ranking: Die Long-Term-Holder-Supply führt mit knapp 19 Prozent erklärter Varianz an. Dahinter folgen die illiquide Supply mit etwa 12 Prozent und Liveliness – ein Maß für die Aktivität älterer Coins – mit rund 11 Prozent. Klassische Metriken wie Marktkapitalisierung (3 Prozent) oder Spotvolumen (7 Prozent) spielen eine deutlich kleinere Rolle. Leverage, Exchange-Bestände und Futures-Open-Interest liegen jeweils zwischen 8 und 9 Prozent.
Besonders relevant ist die hohe Konzentration bei langfristigen Haltern: Etwa 83 Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoins werden von Investoren gehalten, die ihre Coins mindestens 155 Tage lang nicht bewegt haben. Diese Akkumulation reduziert die für aktiven Handel verfügbare Menge erheblich. Sollte sich die Nachfrage jedoch abrupt verändern oder ruhende Coins zurück in den Markt fließen, könnte diese geringe Liquidität Preisbewegungen paradoxerweise eher verstärken als abschwächen. Glassnode warnt deshalb: Die niedrige Volatilität lässt derzeit keine zuverlässige Prognose für die nächste Kursbewegung zu.