Die Schweizer Krypto-Finanzdienstleister Bitcoin Suisse plant, bis zu 60 ihrer 120 Schweizer Stellen ins Ausland zu verlegen. Ziel sind kostengünstigere Standorte wie Bratislava und Vietnam, während die Expansion des globalen Vermögensmanagements vorangetrieben wird.
Bitcoin Suisse will bis zur Hälfte seiner Schweizer Arbeitsplätze in internationale Niedriglohnländer verlagern. Das Unternehmen, das 2013 in Zug gegründet wurde und Krypto-Trading, Custody, Staking und Lending anbietet, plant die Verlagerung von bis zu 60 Positionen. Besonders betroffen sind Back-Office- und Verwaltungsfunktionen, die in Zukunft von Bratislava und Vietnam aus betrieben werden sollen.
CEO Andrej Majcen begründet die Umstrukturierung in erster Linie mit Kostenersparnissen. Das Unternehmen betont jedoch, dass die Maßnahmen nicht auf eine Marktschwäche reagieren, sondern Teil der langfristigen Strategie zur internationalen Expansion und zum Aufbau eines globalen Vermögensmanagement-Geschäfts sind. Bitcoin Suisse positioniert sich dabei zunehmend als Plattform für institutionelle Kunden, Family Offices und vermögende Privatpersonen.
Die Expansion wird durch neue Lizenzen in Liechtenstein und Bermuda sowie eine regulatorische Vollgenehmigung des Nahost-Geschäfts in Abu Dhabi unterstrichen. Mit diesen Schritten entwickelt sich Bitcoin Suisse vom reinen Schweizer Krypto-Anbieter zu einem international aufgestellten Wealth-Management-Player.