Das XRP Ledger-Team hat einen Overflow-Bug in der Zahlungs-Engine behoben, der es Angreifern ermöglicht hätte, etwa 18 Billionen XRP zu erzeugen. Der Fehler existierte über ein Jahrzehnt, wurde aber rechtzeitig entdeckt und behoben.
Das XRP Ledger, das dezentralisierte Zahlungsnetzwerk hinter der Kryptowährung XRP, hat einen kritischen Sicherheitsmangel behoben. Ein sogenannter Overflow-Bug in der Zahlungs-Engine hätte es potenziellen Angreifern ermöglicht, in einer einzigen Transaktion etwa 18 Billionen spendbare XRP zu erzeugen – eine astronomische Menge, die das gesamte verfügbare Angebot erheblich übertroffen hätte.
Das Sicherheitsloch bestand über zehn Jahre im Code, ohne dass es von Außenstehenden ausgenutzt wurde. Das XRP Ledger-Entwicklerteam entdeckte den Bug durch interne Audits und Sicherheitsüberprüfungen. Ein Overflow-Bug tritt auf, wenn numerische Werte die maximal zulässige Größe überschreiten und das System zu unerwartetem Verhalten führt – in diesem Fall zur unkontrollierten Geldschöpfung.
Das Patch wurde zeitnah implementiert und das Netzwerk aktualisiert. Das Incident unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Sicherheitsaudits und Code-Reviews in Blockchain-Projekten. Solche Bugs könnten theoretisch zu massiver Inflation und dem vollständigen Vertrauensverlust in das Netzwerk führen, daher sind proaktive Maßnahmen essentiell für die Stabilität von Kryptowährungen.