Ein Angriff auf Ledger-Hardware-Wallets breitet sich von Asien auf Europa aus. Parallel entdeckte eine KI einen schwerwiegenden Bug im XRP-Netzwerk, der theoretisch 18 Billionen XRP hätte erzeugen können – über 180-mal die aktuelle Gesamtmenge.
Der Sicherheitsvorfall bei Ledger betrifft manipulierte Geräte des autorisierten Resellers CryptoBilis in Indonesien, Malaysia und den Philippinen. Die kompromittierten Wallets ermöglichen es Angreifern, die Seed Phrase auszulesen und Kryptowährungen zu stehlen – selbst wenn das Gerät die Authentizitätsprüfung besteht. Ledger schätzt die Anzahl betroffener Geräte als begrenzt ein und empfiehlt betroffenen Kunden, ihre Assets auf neue Wallets zu transferieren.
Nun mehren sich Hinweise auf manipulierte Ledger-Geräte auch in Europa. Ein europäischer Nutzer warnte vor den Vorfällen, und Analysen deuten darauf hin, dass separate Versionen der manipulierten Hardware für verschiedene Regionen mit unterschiedlichen Mobilfunkfrequenzen versandt wurden. Cybersicherheitsquellen schätzen die bisherigen Verluste auf mindestens 93,4 Millionen US-Dollar.
Währenddessen deckte das Sicherheitsunternehmen Veria Labs einen kritischen Bug im XRP-Ledger-Code auf, der seit 2015 schlummerte. Eine einzelne Transaktion hätte theoretisch über 18 Billionen XRP erzeugen können – das 184-fache der gesamten XRP-Menge. Der Bug wurde am 25. September gepatcht; es gibt keine Hinweise auf tatsächliche Ausbeutung. Vitalik Buterin warnt zusätzlich vor potenziellen Risiken für die heutige Kryptografie durch Fortschritte in der künstlichen Intelligenz.