Die US-Regierung hat Sanktionen gegen die iranische Kryptobörse BitBank verhängt, da diese Bitcoin-Zahlungen für ein iranisches Schiff-Versicherungsschema der Straße von Hormuz verarbeitet haben soll. Das US-Finanzministerium wirft BitBank vor, Hunderte Millionen Dollar in Bitcoin zur Iranischen Revolutionsgarde (IRGC) transferiert zu haben.
Das US-Finanzministerium (Treasury) kündigte am Donnerstag Sanktionen gegen BitBank an und beschuldigt die iranische Kryptobörse, Bitcoin-Zahlungen von Schiffen zu verarbeiten, die die Straße von Hormuz durchfahren. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) behauptet, dass BitBank ab Juni 2024 für die „Hormuz Safe Marine Services Authority" tätig war und Zahlungen an die IRGC weiterleitete. Nach Darstellung der Treasury ist dies Teil einer Sanctions-Umgehungsstrategie des iranischen Finanziers Babak Zanjani, über die Hunderte Millionen Dollar in Bitcoin zur Iranischen Revolutionsgarde flossen.
Das Sanktionspaket betrifft neben BitBank auch das Entwicklungsunternehmen Pishtaz Simorgh Electronic Trade Company und drei weitere Mitarbeiter Zanjans. Die Treasury bezeichnete diese als „Schlüsselkomponenten der digitalen Finanzinfrastruktur des iranischen Regimes zur Sanctions-Umgehung". Dies ist die neueste Maßnahme der USA, um den Iran von internationalen Finanzströmen zu isolieren.
Die Sanktionen gegen iranische Kryptobörsen verschärfen sich zunehmend: Im Juni und August 2024 belegte die US-Regierung bereits andere iranische Exchanges wie Nobitex und Shelbit mit Sanktionen. Parallel friert die US-Regierung Kryptovermögen ein und überwacht iranische Blockchain-Aktivitäten, während der Iran gegenwärtig versucht, seine Währungskontrollen zu lockern, um Auslandserträge via Kryptowährungen ins Land zu bringen.