Die britische Finanzaufsicht FCA prüft einer Meldung zufolge, das seit 2019 geltende Verbot für Prediction-Market-Plattformen wie Polymarket und Kalshi aufzuheben. Bislang umgehen viele britische Privatanleger die Beschränkungen durch VPN-Verbindungen.
Die FCA hatte Prediction Markets 2019 als „Glücksspielprodukte in Gewand von Finanzinstrumenten" klassifiziert und ein umfassendes Verbot für Privatanleger verhängt. Laut einem Bericht der Times hat die Aufsichtsbehörde nun mit Anbietern von Prediction Markets in Kontakt getreten, um eine mögliche Lockerung oder Aufhebung dieser Regelung zu erörtern.
Prediction Markets wie Kalshi und Polymarket ermöglichen Wetten auf binäre Ereignisse in Sport, Politik und anderen Bereichen. Trotz des britischen Verbots nutzen viele UK-basierte Anleger Virtual Private Networks (VPNs), um auf diese Plattformen zuzugreifen und zu handeln. Die Analysten von Bernstein Research prognostizieren, dass das globale Prediction-Market-Volumen bis 2026 auf etwa 240 Milliarden US-Dollar und bis 2030 auf eine Billion Dollar anwachsen könnte.
Eine Lockerung des FCA-Verbots würde den Plattformen jedoch neue Herausforderungen bringen. In den USA werden Kalshi und Polymarket bereits mit Klagen von Behörden einzelner Bundesstaaten konfrontiert, die gegen Wettkontakte auf Sportereignisse vorgehen. Im Fall Kalshi hat New Jersey sogar eine Petition beim Obersten Gerichtshof eingereicht, um Klarheit über die Aufteilung der Regulierungskompetenz zu schaffen.