Die PCT Litigation Trust hat Swan Bitcoin auf Rückzahlung von knapp einer Milliarde Dollar in Kryptowährungen verklagt. Der Vorwurf lautet, dass Swan Insider-Informationen nutzte, um sich vor Verlusten durch den Prime-Trust-Kollaps 2023 zu schützen.
Swan Bitcoin, betrieben von Electric Solidus Inc., ist Gegenstand einer Klage vor dem Delaware Bankruptcy Court. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, durch den Zugriff auf nicht-öffentliche Informationen über die bevorstehende Insolvenz von Prime Trust fast eine Milliarde Dollar in Vermögenswerten abgezogen zu haben – darunter etwa 12.000 Bitcoin im heutigen Wert von rund 917 Millionen Dollar sowie Stablecoins und XRP.
Prime Trust wurde im Juni 2023 von Nevada-Regulatoren geschlossen, nachdem das Krypto-Verwahrunternehmen zahlungsunfähig wurde. Ein hochrangiger Prime-Mitarbeiter, der gleichzeitig als bezahlter Berater für Swan tätig war, soll Swan-CEO Cory Klippsten vertrauliche Informationen über die finanzielle Notlage mitgeteilt haben. Bereits einen Tag vor Primes Treffen mit den Nevada-Aufsichtsbehörden kündigte Swan an, sein gesamtes Geschäft von Prime zu transferieren.
Die Klage argumentiert, dass Swan diese Transfers strategisch vor Primes Insolvenzanmeldung im August 2023 durchführte, um sich vor der gesetzlichen „Preference Period" – einem 90-tägigen Rückgriffszeitraum – zu schützen. Swan sei damit im Gegensatz zu anderen Prime-Kunden großen Verlusten entgangen. Die Klage fordert die Rückzahlung aller transferierten Vermögenswerte zuzüglich Zinsen.