Eine Studie der südkoreanischen Notenbank warnt, dass dollargestützte Stablecoins den Wechselkurs lokaler Währungen negativ beeinflussen können. Die Forschung zeigt potenzielle Risiken für die Finanzstabilität durch den massiven Einsatz dieser digitalen Vermögenswerte.
Die Bank of Korea hat in einer neuen Studie untersucht, wie dollargestützte Stablecoins wie USDC oder USDT die Märkte für Fiatwährungen beeinflussen. Die Forschung deutet darauf hin, dass eine verstärkte Nutzung dieser Stablecoins den Won und andere lokale Währungen unter Druck setzen kann, da Anleger vermehrt Dollar-Positionen aufbauen.
Der Mechanismus funktioniert folgendermaßen: Wenn Investoren vermehrt in Dollar-Stablecoins fliehen, sinkt die Nachfrage nach der lokalen Währung. Dies kann zu einer Abwertung führen und die Importpreise für Güter erhöhen – mit potenziellen inflationären Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft.
Die südkoreanische Notenbank warnt daher vor einer ungehemmten Verbreitung dieser digitalen Vermögenswerte ohne entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen. Zentralbanken könnten verstärkt Regeln einführen müssen, um die Stabilität ihrer Währungen zu schützen und zu verhindern, dass Stablecoins zu unkontrolliertem Kapitalabfluss führen.