StarkWare hat ein neues Identitätsprüfungssystem entwickelt, das auf Zero-Knowledge-Proofs basiert und persönliche Daten dezentralisiert speichert. Das System soll das Problem massiver Datenpannen in der KYC-Industrie adressieren, wo Millionen von Dokumenten unnötigerweise zentral gelagert werden.
Das neue „Private KYC"-System von StarkWare verfolgt einen innovativen Ansatz: Statt komplette Dokumente zu erfassen, werden nur die erforderlichen Informationen verifiziert. Das Starknet-Team begründet dies damit, dass heutige Identitätsprüfungen unnötig umfangreiche Daten anfordern. Die Lösung nutzt Zero-Knowledge-Proofs, ähnlich wie Sam Altmans World ID (Worldcoin), das die Menschlichkeit durch Iris-Scans überprüft.
Ein wesentlicher Unterschied zu World ID liegt im Datenmanagement: Während Worldcoin biometrische Daten zentral verwahrt und dafür Kritik erntete, setzt StarkWare auf ein Self-Custody-Modell. Nutzer behalten die Kontrolle über ihre eigenen Daten. Dieser dezentralisierte Ansatz adressiert direkt die Sicherheitsbedenken, die bei zentralisierten KYC-Lösungen entstehen.
Die Relevanz ist erheblich: Nach Axis Intelligence wurden über eine Milliarde Gesundheitsdatensätze gehackt, mit durchschnittlichen Kosten von 7,42 Millionen Dollar. 2025 verzeichnete die USA 772 große Datenpannen im Gesundheitssektor – ein Rekord. Auch die Krypto-Industrie ist betroffen: Der Hardware-Wallet-Anbieter Ledger erlitt 2020 einen massiven Hack mit über 270.000 betroffenen Kundendatensätzen, woraus Phishing-Angriffe folgten, die bis heute andauern.