Ein Google-Mitarbeiter soll mit internen Suchdaten über eine Million Dollar auf der Prediction-Plattform Polymarket verdient haben. Die US-Behörden werfen ihm Betrug, Geldwäsche und Insiderhandel vor.
Der Google-Ingenieur Spagnuolo wird von amerikanischen Staatsanwälten wegen Betrugs und Geldwäsche angeklagt. Gleichzeitig erhob die CFTC (Commodity Futures Trading Commission) Vorwürfe des Insiderhandels gegen ihn. Der Verdacht: Er nutzte vertrauliche interne Suchdaten aus seinem Arbeitgeber für Handelsentscheidungen auf Polymarket.
Polymarket ist eine dezentralisierte Prediction-Plattform, auf der Nutzer auf zukünftige Ereignisse wetten können. Durch den Zugriff auf nicht-öffentliche Google-Daten soll Spagnuolo einen unfairen Vorteil bei seinen Prognosen gehabt haben. Dies verstößt gegen grundlegende Prinzipien von Marktintegrität und fairer Konkurrenz.
Der Fall unterstreicht die Risiken von Insiderhandel auch in dezentralisierten Finanzplattformen. Obwohl Krypto-Märkte oft als unreguliert wahrgenommen werden, greifen traditionelle Aufsichtsbehörden zunehmend durch. Das Beispiel zeigt, dass Insider-Aktivitäten auch in diesem Bereich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.