Das britische Kryptounternehmen Satsuma Technology wird aufgelöst und verkauft seine 668 Bitcoin im Wert von etwa 43,5 Millionen Dollar. Die Aktionäre stimmten mit über 90% für die Liquidation, obwohl vier der sechs Vorstandsmitglieder dagegen waren. Das Experiment einer börsennotierten Bitcoin-Schatzkammer ist damit nach weniger als einem Jahr gescheitert.
Satsuma Technology war als Bitcoin-Schatzkammer konzipiert und sammelte im August 2025 umgerechnet 218 Millionen Dollar ein – unter anderem von ParaFi Capital, Pantera Capital und Digital Currency Group. Das Unternehmen beschäftigte Mark Moss als Chief Bitcoin Strategist, einen bekannten YouTube-Finanzkommentator. Doch die Strategie scheiterte schnell: Nachdem Bitcoin im Oktober 2025 sein Rekordhoch von 126.000 Dollar erreichte, folgte ein mehrmonatiger Kursverfall, der den Aktienkurs von Satsuma um über 99% einbrechen ließ.
Die Talfahrt beschleunigte sich dramatisch. Im Dezember 2025 musste Satsuma bereits 579 Bitcoin verkaufen, um zahlungsfähig zu bleiben. Im Februar 2026 verließ der Finanzchef das Unternehmen, im März folgte der CEO. Investoren wie Pantera Capital drängten öffentlich auf eine vollständige Liquidation, da die Marktkapitalisierung unter den Wert des Bitcoin-Bestands gefallen war – ein klares Zeichen von Wertzerstörung.
Am Ende setzte sich der Liquidationskurs durch: Mit über 90% Zustimmung votierten die Aktionäre für Verkauf und Dekotierung an der London Stock Exchange. Die Rückzahlungen werden deutlich unter den ursprünglichen Investitionen liegen – Anleger erhalten schätzungsweise nur 26,8 bis 30 Millionen Pfund zurück. Satsuma ist damit ein warnendes Beispiel für das gescheiterte DAT-Trend-Experiment von 2025.