Während Bitcoin und Altcoins 2026 schwach laufen, erleben Real World Assets (RWA) wie Aktien und Rohstoffe einen Boom auf dezentralen Börsen. Experten sehen darin einen historischen Kipppunkt, an dem sich das Finanzsystem endgültig zur Blockchain verlagert.
Der Kryptomarkt kämpft 2026 mit schwachen Kursen – Bitcoin notiert etwa 50 Prozent unter seinem Allzeithoch. Doch parallel entsteht ein neuer Markt für traditionelle Vermögenswerte auf der Blockchain. Auf der dezentralen Börse Hyperliquid haben Aktien, Rohstoffe und Indizes längst klassische Kryptowetten überholt.
Die Zahlen sind beeindruckend: RWA-Kontrakte machten in der Woche vom 13. bis 19. Juli 2026 rund 52 Prozent des gesamten Handelsvolumens auf Hyperliquid aus – erstmals mehr als alle anderen Kategorien zusammen. Bitcoin fiel im gleichen Zeitraum auf nur noch etwa zehn Prozent des Volumens. Möglich wird dieser Wandel durch das Update HIP-3, das es Entwicklern erlaubt, eigene Perpetual-Märkte auf Hyperliquid bereitzustellen.
Der Schlüsselvorteil liegt in der permanenten Verfügbarkeit. Während traditionelle Börsen nachts oder am Wochenende geschlossen sind, können RWA-Kontrakte auf der Blockchain rund um die Uhr gehandelt werden – besonders wertvoll bei geopolitischen Krisen. Circle-Chef Jeremy Allaire bezeichnet diese Entwicklung als "Kipppunkt", an dem sich das traditionelle Finanzsystem endgültig ins Internet bewegt.