Die Prognosemarkt-Plattform Polymarket prüft die Einführung von Know-Your-Customer-Verfahren, während Regulatoren weltweit gegen solche Handelsplattformen vorgehen. Der Druck kommt auch aus den USA, wo die CFTC exklusive Kontrolle über Prediction Markets anstrebt.
Polymarket hat bereits 35 Länder geoblockiert, darunter Iran, Russland und Nordkorea, um regulatorischen Anforderungen nachzukommen. Bislang ermöglicht die Plattform Nutzern, anonym zu handeln – eine Praxis, die erhebliche rechtliche Risiken mit sich bringt. Ein bekannter Fall zeigt die Problematik: Ein US-amerikanischer Soldat setzte mutmaßlich mit klassifizierten Informationen auf die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und erzielte einen Gewinn von 400.000 Dollar.
Der politische Druck auf Prediction Markets nimmt zu. US-Präsident Donald Trump unterstützte öffentlich die exklusive Jurisdiktion der CFTC über Prognosemärkte. Dies entspricht der Linie von CFTC-Chef Michael Selig, der bereits Klagen gegen staatliche Behörden eingereicht hat, die Plattformen wie Kalshi und Polymarket regulieren wollen.
Parallel zur politischen Unterstützung kündigten US-Abgeordnete eine Untersuchung gegen Kalshi und Polymarket an. Sie werfen beiden Plattformen vor, Risiken für Insiderhandel durch Politiker zu schaffen. Polymarket hat zudem mehrere Wettkontrakte zum Israel-Iran-Konflikt gelistet, was zusätzliche Kontroversen auslöst.