Ein 35-jähriger Ingenieur wurde von der FBI verhaftet, nachdem er heimlich ein Abhörgerät in einem Konferenzraum von OpenAI versteckt hatte. Das Unternehmen nutzte seine eigenen KI-Modelle, um das Gerät zu analysieren und den Täter zu identifizieren.
Der saudi-arabische Mitarbeiter Abdulrahman Alfozan wurde am 9. Oktober 2026 verhaftet und wegen des Versuchs zur Abhörung von Kommunikation angeklagt. Das Gerät war Ende September hinter einem Fernseher in einem Executive-Konferenzraum der OpenAI-Büros in San Francisco versteckt worden – verpackt in Toilettenpapier und an einem USB-Port angeschlossen. OpenAI teilte mit, dass seine KI-Modelle bei der Analyse und Identifikation des Geräts und des Verursachers entscheidend waren.
Nach Angaben der Ermittler hatte Alfozan wenige Tage vor der Installation ein Chatbot-Konto – das seiner Ehefrau gehörte – genutzt, um spezifische Fragen zur Erstellung, zum Verstecken und zur Fernsteuerung von Aufnahmegeräten zu stellen. Sicherheitskameras dokumentierten zudem, dass er sich ohne Autorisierung mehrfach im Bereich des Konferenzraums aufhielt, in dem regelmäßig vertrauliche technische und strategische Informationen besprochen wurden.
OpenAI erklärte, dass bisherige Untersuchungen keine Hinweise darauf ergeben haben, dass Alfozan Modellgewichte, Quellcode oder Kundendaten abgegriffen hat. Das Unternehmen arbeitet vollständig mit den FBI-Ermittlungen zusammen, die noch andauern. Der Fall unterstreicht die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen bei KI-Unternehmen mit sensiblen Technologien.