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Markt14. Oktober 2026

FSB warnt vor ungeregelten Stablecoin-Krisen

Der Financial Stability Board hat erhebliche Lücken in den Regelwerken für globale Stablecoins identifiziert und warnt, dass Krisenmanagement-Pläne weitgehend unerprobt sind. Mit einer Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden Dollar wächst das Risiko für das Finanzsystem.

Der Financial Stability Board (FSB) hat am 12. Oktober 2026 alarmierende Mängel in der Regulierung globaler Stablecoins dokumentiert. FSB-Chef Andrew Bailey wies in einem Schreiben an die G20-Finanzminister auf erhebliche Lücken in regulatorischen, aufsichtsrechtlichen und Krisenmanagement-Frameworks hin. Der Kern des Problems: Die Regelwerke zur Bewältigung von Krisen oder Insolvenzen von Stablecoin-Emittenten sind bislang kaum in der Praxis getestet worden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt sogenannten Multi-Issuance-Strukturen, bei denen mehrere Unternehmen in verschiedenen Ländern denselben Token ausgeben. Der FSB nennt exemplarisch Circle USDC und Paxos Global Dollar. Diese Konstruktion birgt strukturelle Risiken: Können Token-Halter bei jedem Emittenten einlösen, könnte eine Rückgabewelle eine einzelne Gesellschaft treffen, während Reserven anderswo liegen. Hinzu kommt Rechtsunsicherheit – unklar ist oft, welches nationale Insolvenzrecht anwendbar ist.

Das Marktvolumen von Stablecoins ist erheblich gewachsen: von etwa 206 Milliarden Dollar Anfang 2025 auf über 306 Milliarden Dollar im Oktober 2026. Rund 99 Prozent sind in US-Dollar denominiert. Der FSB warnt, dass ein Stablecoin-Schock durch erzwungene Reserveverkäufe und Kontoabhebungen auch traditionelle Finanzmärkte destabilisieren könnte. Eine Umfrage von 2025 zeigt die Koordinationsprobleme: Nur 11 von 28 untersuchten Ländern hatten damals ein Stablecoin-Regelwerk fertiggestellt.

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