Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis hat den Bitget-Hack vom September Nordkorea zugeordnet und damit bestätigt, dass Pjöngjangs Hacker 2026 bereits über eine Milliarde Dollar in Kryptowährungen gestohlen haben. Das Unternehmen setzte dabei KI-Technologie ein, um die Geldflüsse über mehrere Blockchains in Rekordzeit zu verfolgen.
Die Blockchain-Analysefirma Chainalysis bestätigte in einem Bericht, dass nordkoreanische Akteure hinter dem Bitget-Hack vom 24. September stecken. Das Unternehmen arbeitete bei der Verfolgung der Gelder mit Bitget und Behörden zusammen und konnte die Bewegungen über mehrere Blockchains nachvollziehen. Diese Einschätzung deckt sich mit früheren Aussagen von Bitget-CEO Gracy Chen und der Analysefirma Elliptic.
Die Hacker verteilten die 387 Millionen Dollar innerhalb von nur drei Stunden auf vier verschiedene Blockchains: Ethereum erhielt den größten Anteil mit 49,7%, gefolgt von XRP (40,8%), Zcash (7,6%) und Tron (1,8%). Anschließend leiteten sie die Mittel durch Cross-Chain-Protokolle, Swap-Services und Geldwäsche-Dienste weiter, um die Herkunft zu verschleiern. Besonders auffällig war die Route des gestohlenen XRP, das über Liquidity-Protokolle in Bitcoin konvertiert wurde.
Ein wesentlicher Aspekt der Verfolgung war der Einsatz von Chainalysis' eigenem AI-System. Die künstliche Intelligenz automatisierte Aufgaben, die manuell über 20 Stunden in Anspruch genommen hätten, und verdichtete diese auf unter 10 Minuten. Das Unternehmen betont, dass die Technologie menschliche Ermittler unterstützt und nicht ersetzt. Mittlerweile haben Stablecoin-Emittenten wie Circle und Tether über 318.000 Dollar der gestohlenen Mittel eingefroren.