Das Joint Venture OKXICE von Krypto-Börse OKX und Intercontinental Exchange hat die US-Börsenaufsicht SEC informiert, dass es eine regulierte Handelsplattform für tokenisierte US-Aktien starten will. Die Plattform soll 24/7-Handel mit über 60 börsennotierten Unternehmen ermöglichen und auf einer neuen SEC-Ausnahmeregelung basieren.
Das Joint Venture OKXICE, eine 50-50-Partnerschaft zwischen der Krypto-Börse OKX und dem NYSE-Betreiber Intercontinental Exchange (ICE), hat die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) über Pläne zur Gründung einer tokenisierten Aktienhandelsplattform informiert. Die Plattform wird anfangs Anteile von über 60 an US-Börsen notierten Unternehmen als digitale Token auf der Blockchain anbieten. Im Unterschied zu bestehenden Angeboten sollen diese Wertpapiere in den USA gehandelt werden und vollständig reguliert sein.
Tokenisierte Aktien sind digitale Versionen von regulären Aktien, die auf einer Blockchain laufen und daher außerhalb der normalen Handelszeiten gehandelt werden können. Sie ermöglichen zudem eine schnellere Abwicklung von Transaktionen. Gleichzeitig behalten Anleger alle Rechte von Stammaktionären, einschließlich Dividendenrechte und Stimmrechte. Die SEC-Ausnahmeregelung vom September sieht vor, dass betroffene Unternehmen 30 Tage Zeit haben, der Tokenisierung ihrer Anteile zu widersprechen.
Das Engagement des NYSE-Betreibers zeigt, dass Tokenisierung in den Mainstream-Finanzmarkt vordringt. Zwar bieten Krypto-Börsen wie OKX bereits über 70 tokenisierte Aktien-Ticker an, allerdings ausschließlich für Kunden außerhalb der USA. Der globale Markt für tokenisierte Aktien ist mit etwa 3,2 Milliarden Dollar bereits bedeutsam und wächst monatlich im zweistelligen Prozentbereich.