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Bitcoin29. Juli 2026

Neuer Schutz vor Quantencomputer-Angriffen auf Bitcoin entwickelt

Forscher haben ein kryptographisches System vorgestellt, das Bitcoin vor zukünftigen Quantenangriffen schützen könnte, ohne dass Nutzer ihre Wallets migrieren müssen. Das Verfahren ersetzt elliptische Kurvensignaturen durch Zero-Knowledge-Proofs und bleibt kompatibel mit bestehenden Wallet-Adressen.

Das Unternehmen AmericanFortress hat ein Verfahren namens ZKPoSP (Zero-Knowledge Proof of Seed Provenance) entwickelt, das die Sicherheit von Blockchain-Wallets gegen Quantencomputer erhöhen soll. Der Forschungsansatz adressiert das sogenannte „Q-Day"-Szenario, bei dem ein fehlertoleranter Quantencomputer mit Shors Algorithmus private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten könnte. Dies würde die elliptische Kurvenkryptographie gefährden, auf der Bitcoin und viele andere Blockchains basieren.

Statt einer zwingenden Migration von Vermögenswerten auf neue Adressen ersetzt das System digitale Signaturen durch Zero-Knowledge-Proofs. Diese beweisen den Besitz der Wallet-Seed-Phrase, ohne diese preiszugeben. Damit könnten legitime Eigentümer die Kontrolle über ihre Wallets nachweisen, selbst wenn einzelne private Schlüssel kompromittiert würden. Das Team nutzte für die Implementierung die Programmiersprache Rust und ein Zero-Knowledge Virtual Machine-System.

Erste Tests zeigten Proof-Generierungszeiten von etwa 12 bis 13 Sekunden und Verifizierungszeiten von circa 9 bis 10 Millisekunden. Allerdings wurde das Verfahren bislang von keinem Blockchain-Netzwerk adoptiert. Für eine tatsächliche Implementierung wäre die Unterstützung durch Entwickler, Wallet-Anbieter, Börsen, Miner und Nutzer erforderlich.

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