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Regulierung19. Mai 2026

Minnesota verbietet Prognosemärkte – Trump-Admin klagt Stunden später

Minnesota ist der erste US-Bundesstaat, der Prognosemärkte komplett verbietet und macht deren Betrieb zur Straftat. Die Trump-Administration verklagte den Staat daraufhin wegen illegaler Einmischung in föderale Zuständigkeiten – ein Konflikt, der letztlich vom Supreme Court entschieden werden dürfte.

Minnesota unterzeichnete diese Woche ein Gesetz, das Prognosemärkte wie Kalshi und Polymarket verbietet und deren Betrieb, Verwaltung oder Bewerbung zur Straftat erklärt. Wenige Stunden später reichten die US-Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und das Justizministerium Klage ein und argumentierten, dass das Verbot gegen Bundesrecht verstößt und in ihre exklusive Regulierungsgewalt eingreift.

Der Konflikt ist Teil eines grundsätzlichen Machtkampfs zwischen US-Bundesstaaten und der Trump-Administration. Zahlreiche Staaten versuchen, Prognosemärkte als illegale Glücksspiele zu regulieren, während die Plattformen und das Trump-Regime argumentieren, dass diese Verträge unter föderale CFTC-Aufsicht fallen. Die CFTC warnt, dass das Minnesota-Gesetz auch traditionelle Absicherungsinstrumente für Landwirte gefährden könnte.

Das zentrale Problem ist die Abgrenzung: Während klassische landwirtschaftliche Futures-Verträge seit Jahrzehnten unumstritten sind, haben neue Prognosemärkte Wetten auf Sportveranstaltungen, militärische Konflikte und andere Ereignisse eingeführt. Experten erwarten, dass der Supreme Court letztendlich klären wird, ob Staaten Prognosemärkte regulieren dürfen oder ob diese ausschließlich unter bundesstaatlicher Kontrolle stehen.

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