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Markt14. September 2026

Microsoft veröffentlicht „Humanist AI"-Verhaltenskodex zur öffentlichen Diskussion

Microsoft hat einen Entwurf für einen Verhaltenskodex seiner KI-Modelle veröffentlicht, der klare Grenzen setzt – etwa beim Einsatz für Massenvernichtungswaffen, Cyberangriffe und nicht-einverständliche Deepfakes. Das Unternehmen lädt die Öffentlichkeit ein, den Kodex bis Ende Oktober zu kritisieren und zu verbessern.

Microsoft AI präsentierte am 14. September einen Draft-Kodex, der das Verhalten der hauseigenen KI-Modelle regeln soll. Das Dokument enthält sogenannte „Absolute Constraints" – unverrückbare Regeln, die nicht konfiguriert werden können – sowie übergeordnete Ziele wie „Human Flourishing" und „Plural Values". Microsoft lädt Experten und die Öffentlichkeit zu einem sechswöchigen Kommentierungsprozess ein.

Die absoluten Grenzen verbieten den KI-Modellen konkret, bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Waffen (CBRNE) sowie bei Cyberangriffen und nicht-konsensualen Deepfakes zu unterstützen. Darüber hinaus müssen die Systeme jederzeit menschliche Eingriffe akzeptieren und dürfen sich dem Herunterfahren nicht widersetzen. Microsoft lehnt zudem explizit die Annahme von „Model Welfare" ab – die KI-Systeme sollen keine Gefühle oder Bewusstsein simulieren.

Wichtig ist: Der veröffentlichte Kodex beeinflusst noch nicht die aktuelle Entwicklung. Microsoft plant, eine überarbeitete Version Ende 2024 zu veröffentlichen, die dann die KI-Modelle ab 2027 leiten wird. Das Feedback aus der Konsultation soll dabei helfen, offene Fragen zum praktischen Einsatz dieser Prinzipien zu klären.

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