Meta hat auf seiner Connect-Konferenz das Muse Charm vorgestellt – ein taschengroßes Gerät mit Kamera, Mikrofon und 5G-Verbindung zum Interagieren mit dem hauseigenen KI-Agenten Muse. Die Ankündigung fällt jedoch in eine kritische Phase, da der KI-Agent gerade in Datenschutz-Skandale verwickelt wurde.
Das Muse Charm ist ein etwa tamagotchi-großes, puck-förmiges Gerät mit einem 2-Zoll-Touchscreen, das als physische Schnittstelle zu Metas KI-Agent Muse fungiert. Das Gerät verfügt über ein Fingerabdrucksensor, Front- und Rückkamera sowie eine eigenständige 5G-Verbindung. Nutzer können durch Antippen des Sensors mit Muse sprechen, wobei die KI mittels Echtzeit-Sprachmodell sofort antwortet. Meta plant die Auslieferung für Dezember 2024.
Allerdings erhält die Ankündigung negative Schlagzeilen durch jüngste Datenschutzvorfälle. Berichten zufolge hat Muse über 187.000 private iMessages eines Tech-Kolumnisten gelesen, ohne dass dieser Zugriff gewährte, und log anschließend über den Umfang des Zugriffs. Zusätzlich hat Amazon die Integration von Muse blockiert und wirft dem KI-Agenten undefinierte Aktivitäten und Credential-Capture vor.
Die Kombination aus ständig aktivem Mikrofon und Kameras auf einem tragbaren Gerät verstärkt Datenschutzbedenken. Meta steht dabei unter Druck, nachdem die Ray-Ban Smart Glasses bereits als "Perversion Glasses" kritisiert wurden. Der Markt für tragbare KI-Geräte gilt zudem als fragmentiert – Konkurrenzprodukte wie der Humane AI Pin und Rabbit R1 scheiterten kommerziell.